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Wie erkenne ich unnötige Schritte in meinen betrieblichen Prozessen?

Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass einige meiner täglichen Abläufe komplizierter geworden sind, als sie eigentlich sein müssten. Teilweise werden Informationen mehrfach erfasst, Aufgaben wandern unnötig zwischen mehreren Personen hin und her oder einzelne Freigaben dauern deutlich länger als erwartet. Deshalb möchte ich meine Prozesse einmal kritisch durchgehen und herausfinden, wo sich Zeit sparen lässt, ohne dass dabei Qualität oder Kontrolle verloren gehen.

Wie kann ich erkennen, welche Schritte in meinen betrieblichen Prozessen tatsächlich unnötig sind und ohne Nachteile vereinfacht oder gestrichen werden können?

Hey Jobbo! Ich würde zuerst jeden wichtigen Ablauf einmal Schritt für Schritt aufschreiben und dabei markieren, wo Wartezeiten, Rückfragen oder doppelte Eingaben entstehen.

Besonders kritisch würde ich Tätigkeiten betrachten, bei denen dieselben Daten mehrfach in unterschiedliche Systeme übertragen werden.

Auch Freigaben würde ich hinterfragen, wenn sie jedes Mal automatisch erfolgen und praktisch nie zu einer Änderung führen.

Bei mir wäre außerdem ein Warnsignal, wenn eine Aufgabe regelmäßig zwischen mehreren Personen hin und her wandert, obwohl eine klare Zuständigkeit reichen würde.

Hilfreich finde ich es, bei jedem einzelnen Schritt zu fragen, welchen konkreten Nutzen er für den Kunden, die Qualität oder die rechtliche Absicherung bringt.

Wenn ich darauf keine überzeugende Antwort finde, würde ich prüfen, ob der Schritt entfallen, zusammengelegt oder automatisiert werden kann.

Zusätzlich würde ich die Mitarbeiter einbeziehen, die den jeweiligen Prozess täglich ausführen, weil sie unnötige Umwege meistens schneller erkennen als jemand, der nur auf das Organigramm schaut.

Ich würde Änderungen zunächst in einem kleinen Bereich testen und erst dann dauerhaft übernehmen, wenn sich tatsächlich zeigt, dass der Ablauf schneller und trotzdem zuverlässig funktioniert.

Also ich würde bei der Analyse nicht nur auf einzelne Arbeitsschritte schauen, sondern auch darauf, wo Informationen im Prozess unnötig liegen bleiben. Besonders auffällig sind für mich Übergaben zwischen mehreren Personen, wenn daraus regelmäßig Wartezeiten oder Rückfragen entstehen. Ein weiterer Ansatz wäre, sämtliche Freigaben einmal daraufhin zu prüfen, ob sie tatsächlich Entscheidungen verändern oder nur aus Gewohnheit bestehen.

Auch doppelte Datenerfassung ist oft ein Zeichen dafür, dass Systeme oder Zuständigkeiten nicht sauber miteinander verzahnt sind. Hilfreich finde ich es, einen Ablauf testweise aus Sicht des Kunden zu betrachten und zu fragen, welche Schritte für das eigentliche Ergebnis überhaupt einen Mehrwert schaffen. Dabei sollte man allerdings aufpassen, nicht vorschnell Kontrollen zu streichen, die für Qualität, Haftung oder gesetzliche Vorgaben wichtig sind.

Am sinnvollsten erscheint mir deshalb, mögliche Vereinfachungen erst in kleinem Rahmen auszuprobieren und danach zu vergleichen, ob Zeitaufwand, Fehlerquote und Abstimmungsbedarf tatsächlich sinken.