Wie können sich Selbstständige gegen Berufsunfähigkeit absichern?
Zitat von Maggy Heinze am 8. September 2026, 13:19 UhrEs ist ja so, Selbstständige tragen ja das finanzielle Risiko eines längeren krankheitsbedingten Ausfalls häufig stärker selbst als Angestellte. Wenn also die eigene Arbeitskraft wegfällt, können nicht nur private Einnahmen fehlen, sondern gleichzeitig betriebliche Kosten weiterlaufen. Deshalb ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit einer passenden Absicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit zu beschäftigen.
Wie seht ihr das? Welche Möglichkeiten haben Selbstständige, sich gegen Berufsunfähigkeit abzusichern, und worauf sollte bei der Auswahl einer passenden Lösung geachtet werden?
Es ist ja so, Selbstständige tragen ja das finanzielle Risiko eines längeren krankheitsbedingten Ausfalls häufig stärker selbst als Angestellte. Wenn also die eigene Arbeitskraft wegfällt, können nicht nur private Einnahmen fehlen, sondern gleichzeitig betriebliche Kosten weiterlaufen. Deshalb ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit einer passenden Absicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit zu beschäftigen.
Wie seht ihr das? Welche Möglichkeiten haben Selbstständige, sich gegen Berufsunfähigkeit abzusichern, und worauf sollte bei der Auswahl einer passenden Lösung geachtet werden?
Zitat von Brigitte Scharpenack am 8. September 2026, 14:13 UhrEine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist für viele Selbstständige die wichtigste Möglichkeit, das persönliche Einkommen bei längerfristiger Berufsunfähigkeit abzusichern. Entscheidend ist dabei, dass die versicherte BU-Rente hoch genug angesetzt wird, um private Lebenshaltungskosten und laufende Vorsorgeaufwendungen möglichst zuverlässig abzudecken.
Ebenso wichtig sind die Vertragsbedingungen, insbesondere der Verzicht auf die abstrakte Verweisung und ausreichend flexible Nachversicherungsmöglichkeiten. Bei Selbstständigen sollte außerdem genau geprüft werden, wie der Versicherer die konkrete berufliche Tätigkeit und den Anteil körperlicher, organisatorischer oder leitender Aufgaben bewertet.
Auch die Gesundheitsfragen spielen eine zentrale Rolle, weil unvollständige oder ungenaue Angaben später zu Problemen im Leistungsfall führen können. Bei Vorerkrankungen kann eine anonyme Risikovoranfrage sinnvoll sein, um vor einem offiziellen Antrag herauszufinden, welche Versicherer zu welchen Bedingungen Versicherungsschutz anbieten würden.
Zusätzlich kann es sinnvoll sein, neben der persönlichen BU-Absicherung auch betriebliche Risiken wie laufende Fixkosten oder längere Ausfallzeiten separat zu berücksichtigen. Eine gute Lösung sollte deshalb nicht nur günstig sein, sondern zur tatsächlichen Tätigkeit, zum Einkommen, zur finanziellen Reserve und zur langfristigen Lebensplanung des Selbstständigen passen.
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist für viele Selbstständige die wichtigste Möglichkeit, das persönliche Einkommen bei längerfristiger Berufsunfähigkeit abzusichern. Entscheidend ist dabei, dass die versicherte BU-Rente hoch genug angesetzt wird, um private Lebenshaltungskosten und laufende Vorsorgeaufwendungen möglichst zuverlässig abzudecken.
Ebenso wichtig sind die Vertragsbedingungen, insbesondere der Verzicht auf die abstrakte Verweisung und ausreichend flexible Nachversicherungsmöglichkeiten. Bei Selbstständigen sollte außerdem genau geprüft werden, wie der Versicherer die konkrete berufliche Tätigkeit und den Anteil körperlicher, organisatorischer oder leitender Aufgaben bewertet.
Auch die Gesundheitsfragen spielen eine zentrale Rolle, weil unvollständige oder ungenaue Angaben später zu Problemen im Leistungsfall führen können. Bei Vorerkrankungen kann eine anonyme Risikovoranfrage sinnvoll sein, um vor einem offiziellen Antrag herauszufinden, welche Versicherer zu welchen Bedingungen Versicherungsschutz anbieten würden.
Zusätzlich kann es sinnvoll sein, neben der persönlichen BU-Absicherung auch betriebliche Risiken wie laufende Fixkosten oder längere Ausfallzeiten separat zu berücksichtigen. Eine gute Lösung sollte deshalb nicht nur günstig sein, sondern zur tatsächlichen Tätigkeit, zum Einkommen, zur finanziellen Reserve und zur langfristigen Lebensplanung des Selbstständigen passen.
Zitat von Michael Dachser am 8. September 2026, 18:05 UhrErgänzend sollte bei Selbstständigen geprüft werden, ob neben der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung auch ein separates Krankentagegeld sinnvoll ist, um längere krankheitsbedingte Ausfälle bereits vor einer möglichen Berufsunfähigkeit finanziell abzufedern. Dabei ist wichtig, die Leistungen zeitlich und inhaltlich so aufeinander abzustimmen, dass keine unnötigen Lücken entstehen. Auch die Höhe der laufenden betrieblichen Fixkosten sollte in die Planung einbezogen werden, denn Miete, Leasingraten, Softwarekosten oder Personalausgaben können trotz eigener Arbeitsunfähigkeit weiterlaufen. Für solche Belastungen kann je nach Unternehmensstruktur eine zusätzliche betriebliche Absicherung erforderlich sein. Bei der BU selbst lohnt sich außerdem ein genauer Blick auf die Definition der versicherten Tätigkeit, weil Selbstständige häufig nicht nur fachlich arbeiten, sondern gleichzeitig organisatorische, kaufmännische und leitende Aufgaben übernehmen. Je klarer die tatsächliche Tätigkeit im Antrag beschrieben ist, desto besser lässt sich einschätzen, wie der Versicherer einen späteren Leistungsfall bewertet. Sinnvoll ist außerdem, auf eine ausreichend lange Leistungsdauer zu achten, damit die Absicherung möglichst bis zum regulären Rentenalter reicht. Ebenso sollten Dynamiken oder Nachversicherungsmöglichkeiten berücksichtigt werden, damit die vereinbarte Rente später an steigendes Einkommen, Inflation oder Veränderungen im Betrieb angepasst werden kann. Wer stark schwankende Einnahmen hat, sollte die BU-Rente nicht ausschließlich an einem besonders guten Geschäftsjahr ausrichten, sondern an einem realistisch tragbaren langfristigen Beitrag. Gleichzeitig sollte die Absicherung nicht so niedrig angesetzt werden, dass sie im Ernstfall kaum ausreicht. Bei Gesellschaften mit mehreren Inhabern kann zusätzlich eine Regelung sinnvoll sein, wie mit dem Ausfall eines Gesellschafters umgegangen wird. Das kann gesellschaftsvertragliche Vereinbarungen, Vertretungsregelungen oder zusätzliche Versicherungen betreffen. Auch eine vorhandene Altersvorsorge sollte mitgedacht werden, weil bei längerer Berufsunfähigkeit oft weniger oder gar nicht mehr regulär fürs Alter gespart werden kann. Die BU-Rente sollte deshalb nicht nur den aktuellen Lebensunterhalt sichern, sondern möglichst auch Raum für Krankenversicherung und Altersvorsorge lassen. Am Ende ist eine gute Absicherung für Selbstständige meist kein einzelner Vertrag, sondern eine Kombination aus BU-Schutz, Liquiditätsreserve, sinnvoller Krankentagegeldlösung und gegebenenfalls betrieblicher Absicherung.
Ergänzend sollte bei Selbstständigen geprüft werden, ob neben der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung auch ein separates Krankentagegeld sinnvoll ist, um längere krankheitsbedingte Ausfälle bereits vor einer möglichen Berufsunfähigkeit finanziell abzufedern. Dabei ist wichtig, die Leistungen zeitlich und inhaltlich so aufeinander abzustimmen, dass keine unnötigen Lücken entstehen. Auch die Höhe der laufenden betrieblichen Fixkosten sollte in die Planung einbezogen werden, denn Miete, Leasingraten, Softwarekosten oder Personalausgaben können trotz eigener Arbeitsunfähigkeit weiterlaufen. Für solche Belastungen kann je nach Unternehmensstruktur eine zusätzliche betriebliche Absicherung erforderlich sein. Bei der BU selbst lohnt sich außerdem ein genauer Blick auf die Definition der versicherten Tätigkeit, weil Selbstständige häufig nicht nur fachlich arbeiten, sondern gleichzeitig organisatorische, kaufmännische und leitende Aufgaben übernehmen. Je klarer die tatsächliche Tätigkeit im Antrag beschrieben ist, desto besser lässt sich einschätzen, wie der Versicherer einen späteren Leistungsfall bewertet. Sinnvoll ist außerdem, auf eine ausreichend lange Leistungsdauer zu achten, damit die Absicherung möglichst bis zum regulären Rentenalter reicht. Ebenso sollten Dynamiken oder Nachversicherungsmöglichkeiten berücksichtigt werden, damit die vereinbarte Rente später an steigendes Einkommen, Inflation oder Veränderungen im Betrieb angepasst werden kann. Wer stark schwankende Einnahmen hat, sollte die BU-Rente nicht ausschließlich an einem besonders guten Geschäftsjahr ausrichten, sondern an einem realistisch tragbaren langfristigen Beitrag. Gleichzeitig sollte die Absicherung nicht so niedrig angesetzt werden, dass sie im Ernstfall kaum ausreicht. Bei Gesellschaften mit mehreren Inhabern kann zusätzlich eine Regelung sinnvoll sein, wie mit dem Ausfall eines Gesellschafters umgegangen wird. Das kann gesellschaftsvertragliche Vereinbarungen, Vertretungsregelungen oder zusätzliche Versicherungen betreffen. Auch eine vorhandene Altersvorsorge sollte mitgedacht werden, weil bei längerer Berufsunfähigkeit oft weniger oder gar nicht mehr regulär fürs Alter gespart werden kann. Die BU-Rente sollte deshalb nicht nur den aktuellen Lebensunterhalt sichern, sondern möglichst auch Raum für Krankenversicherung und Altersvorsorge lassen. Am Ende ist eine gute Absicherung für Selbstständige meist kein einzelner Vertrag, sondern eine Kombination aus BU-Schutz, Liquiditätsreserve, sinnvoller Krankentagegeldlösung und gegebenenfalls betrieblicher Absicherung.
